Die Reise nach Sonstwohin
Es war einmal vor drei Jahren in
Potsdam, als Adam und Aaron in ihrer Ausbildung zum Erzieher während
der Arbeitszeit in der Sonne pausierten. Sie träumten vom Reisen,
Fahrrädern, Zirkus, Kulturen und weiteren witzigen Schnickschnack.
Daraus entstand die Idee, mit einem
kleinen Straßenzirkus auf Rädern in Richtung »da wo die Sonne
aufgeht« zu fahren. Zuerst war es nur eine naive Idee, von zwei
leichtsinnigen postpupertären Jugendlichen. Doch der Gedanke wurde
in unseren Freundeskreis getragen, und Jacob liebäugelte sofort mit
unserem Vorhaben und schloss sich der Reisegruppe an. Zu dritt trafen
wir uns nun regelmäßig, planten die Reise, und jeder würzte diesen
Traum mit seinen eigenen Zutaten.

»Also, ich bin gerade mit meiner
Erzieherausbildung fertig geworden und muss sagen, dass herkömmliche
Arbeit noch nicht so richtig in mein merkwürdiges Leben passt.
Deshalb brauch ich nochmal so 'ne dicke fette Reise! Ich war schon
immer sehr interessiert an fremden Kulturen. Deren Musik, Speisen,
Sprachen, Lebenseinstellungen etc. ziehen mich einfach an. Vor allem
bin ich getrampt. Die Sache mit dem Fahrrad ist für mich, in diesem
Maß, relativ neu. Naja sonst bin ich so ziemlich musikbegeistert
und hoffe, dass ich in unsere kleine Zirkusgruppe feinste Meldodien
einwerfen kann.«

»Mojn, Moin,
ich bin der Adam und hab gerade meine
Ausbildung zum Erzieher fertig und ehrlich gesagt noch nicht die Lust,
gleich ins Berufsleben einzusteigen. Da diese Reiseidee nun schon
seit drei Jahren besteht und Jacob, Aaron und ich uns vor einem
halben Jahr mehr und mehr mit der Idee, nach Indonesien zu radeln,
beschäftigt haben, ist es die schönste Idee für mich, die Zeit vor
dem späteren Arbeiten zu überbrücken.
Mein Beitrag zur Reisegruppe "dumm
und hässlich" ist ein bißchen Kompetenz in allem, gä? Und
natürlich die Sucht nach Landschaften, die ich noch nicht kenne und
die Leidenschaft zum Reisen.
Also: "Petri Heil", gä?«

»Moinsen,
ich bin der Dritte im Bunde, gerade
voll im Studium, aber... wann wenn nicht jetzt?
Eigentlich haben wir uns viele schöne
Ideen für die Reise vorgenommen. Straßenshows, Menschen und Spiele
kennen lernen und und und...
Inzwischen bin ich soweit, dass ich
erstmal gar nichts vorhaben möchte. Im Sattel sitzen und losfahren,
staunen und aufpassen, dass ich keine Schnecken überfahre.
Durchatmen! Den (Uni-)Stress und die vielen Termine, das ständige
"an-irgend-etwas-denken-müssen" vergessen. Ab und zu ein paar
Keulen in die Luft werfen und alles weitere auf mich zukommen lassen
[ :-) Der Smily ist für Aaron, weil ich so'n Druck gemacht habe. HDL
- dich auch Adam]. Dann wieder die vielen Ideen Stück für Stück
verwirklichen oder es bleiben lassen. Lust zum Reisen und Jonglieren
habe ich immer, und genau das möchte ich genießen!«